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Laufschuhe Test

Brooks Ghost 12 Test und Erfahrung

Oftmals spiegelt sich die Persönlichkeit einer Marke in den Schuhen wider, die sie herstellen. Wenn Sie also in einem Paar Ghost 12 ohne das Logo laufen würden, hätten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich auf ein Paar Brooks getippt.

So viel „Brooks-Ness“ hat der Brooks Ghost 12. Die Zwischensohle hat weder den federndsten Schaum noch ist sie die leichteste. Dennoch schafft sie die richtige Balance zwischen Fahrstabilität und Langstreckenkomfort.

Oftmals spiegelt sich die Persönlichkeit einer Marke in den Schuhen wider, die sie herstellen. Wenn Sie also in einem Paar Ghost 12 ohne das Logo laufen würden, hätten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich auf ein Paar Brooks getippt.

So viel „Brooks-Ness“ hat der Brooks Ghost 12. Die Zwischensohle hat weder den federndsten Schaum noch ist sie die leichteste. Dennoch schafft sie die richtige Balance zwischen Fahrstabilität und Langstreckenkomfort.

Die Art und Weise, wie Brooks den Ghost vermarktet, trifft also genau ins Schwarze.

Brooks-Laufschuhe sind bekannt für ihr plüschiges Obermaterial und Interieur, und Sie werden feststellen, dass der Ghost nicht anders ist. Tatsächlich erhält der Ghost 12 für dieses Jahr ein neues Obermaterial, das besser aussieht und sich besser anfühlt als der Ghost 11.

Während sich also die Fahrqualität aufgrund einer ähnlichen (wenn auch nicht identischen) Sohlenanordnung bemerkenswert vertraut anfühlt, ist das neue Obermaterial ein guter Grund für ein Upgrade.

Wenn Sie neu bei Brooks sind, kann man den Ghost 12 als einen komfortablen neutralen Laufschuh für das tägliche Training und für Langstreckenläufe zusammenfassen.

Von der Dämpfungstechnologie her gesehen ist der Ghost vielleicht nicht das glänzendste Ding in der Stadt, aber er ist ein zuverlässiges Arbeitspferd mit sehr wenigen Mängeln.

Brooks Ghost 12 vs. 11

Das Design der Zwischensohle des G-12 ist brandneu, ähnelt aber im Gesamtdesign dem des 11er, so dass sich das Gefühl des Ghost unter dem Fuß nur geringfügig verändert. Er fühlt sich weicher unter dem Vorderfuß an, aber nur knapp.

Auch die obere Passform hat sich nicht wesentlich verändert, mit Ausnahme der Ferse, die weicher ist als beim 11er. Der Ghost 12 macht die Achillessehne weicher, indem er ein anderes Netzgewebe verwendet und den Einsatz von Synthetikmaterial an der äußeren Ferse reduziert. Das Obermaterial besteht aus einem neu entwickelten Mesh, das sich weicher anfühlt als das 11er.

Aber diese Upgrades sind nicht kostenlos. Für den Ghost 12 wird der Verkaufspreis gegenüber dem 11er um 10 Dollar erhöht, so dass Sie für die Verbesserungen am Obermaterial buchstäblich extra bezahlen.

Das Lauferlebnis

Im Gegensatz zur einheitlichen Zwischensohlendichte konkurrierender Modelle wie dem Saucony Ride ISO oder dem Nike Pegasus führt das Ghost’s Heel Crash Pad zu einem deutlich anderen Fahrverhalten im Rückfuß- und Vorfußbereich.

Der Vorfuß hat einen relativ einfachen Aufbau. Der dicke Stapel Zwischensohlenschaumstoff arbeitet mit der geblasenen Gummiaußensohle und der herausnehmbaren Einlegesohle zusammen, um glatte und gedämpfte Landungen im Vorfußbereich zu erzielen. Die Flexrillen, die die Gummisegmente teilen, ermöglichen der Zwischensohle ein natürliches Biegen und erleichtern das Abspringen der Zehen.

Dank des klebrigen Gummis der Laufsohle und der Vollkontakt-Geometrie hat man viel Bodenhaftung.

Unter der Ferse ist ein festeres Crash-Pad aus DNA Loft in einen weicheren BioMogo-Schaumstoff integriert. Wir sind uns nicht sicher, woraus der BioMogo besteht, aber er fühlt sich an wie eine elastische EVA-Mischung. Der DNA Loft fühlt sich wie eine festere Version des Nike React an – ein wenig gummiartig, ein wenig EVA-Schaumstoff-ähnlich.

Hinterfußstürmer erhalten eine gepolsterte, aber leicht voreingenommene Fahrt, die die laterale Seite begünstigt. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, wie die Ferse konstruiert ist; die Rille, mit der das Crash-Pad befestigt ist, erleichtert das Zusammendrücken der Zwischensohle.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Vorspannung nicht mit einem Stabilitätskompromiss einhergeht. Die Festigkeit des DNA Loft-Keils und die Rille unter der Ferse halten die Fahrt während des gesamten Gangzyklus im Gleichgewicht.

Das ist einer der Höhepunkte der Fahrt des Ghost 12; er ist nicht übermäßig weich, so dass sich die Gewichtsverlagerung effizient und verbunden anfühlt. Trotz des DNA Loft-Stücks ist der Hinterfuß zufällig fester als der Vorderfuß.

Es ist leicht zu erkennen, warum. Das festere Crash-Pad bildet die gesamte Landezone, so dass es für Fersenstürmer der erste Kontaktpunkt sein wird.

Allein aufgrund der Festigkeit der Zwischensohle hat der Brooks Ghost 12 ein vernünftiges Maß an Vielseitigkeit. Die Fahrt ist nicht träge, so dass Sie von Zeit zu Zeit in schnelleren Trainingsläufen arbeiten können. In dieser Hinsicht fühlt sich der Ghost 12 wendiger an als das schwerere Glycerin.

Wenn Ihre Trainingsläufe jedoch durchweg schneller als 5 min/km (7 min/mile) sind, dann sollten Sie vielleicht in Erwägung ziehen, in etwas Härterem als dem Ghost zu laufen. Der Launch 6 eignet sich hervorragend für diesen Zweck; der feste Lauf macht schnelle Läufe zu einem Vergnügen, ohne dabei hart an den Füßen zu sein.

Ein ähnlich temposchonender Schuh mit einem weicheren Laufgefühl ist der New Balance Beacon V2 – wir bevorzugen jedoch den Beacon V1 wegen der Fersenkonstruktion.

Brooks hat keinen großartigen Straßenrenner, aber der eng anliegende Hyperion ist das Nächstbeste für 5k- und 10k-Rennen. Wenn Ihr Budget es zulässt, hat der Reebok Floatride Run Fast Pro keine Vergleiche. Ansonsten ist der New Balance 1400V6 eine überlegene Alternative zum Hyperion.

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